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WaldDer Wald besteht nicht nur aus vielen Bäumen, er ist ein verwobenes System. Zahllose kleine und große Tiere wohnen unter seinem Blätterdach - Einzeller, Regenwürmer, Wegschnecken, Baumwanzen und Mistkäfer ebenso wie Kreuzotter, Molche, Kuckucke, Habichte, Haselmäuse, Wildschweine und Hirsche. Jede Tierart lebt in einer bestimmten Etage des Waldes: In den Baumkronen, an den Stämmen oder in deren Höhlen, zwischen den Sträuchern und Kräutern, im Falllaub oder im Boden. Die Biologen sprechen vom Ökosystem Wald und untersuchen den Kreislauf der Stoffe, in den die Bewohner des Waldes und ihre Lebensgemeinschaften eingebunden sind. In "Ökosystem" steckt das giechische Wort oikos (Haushalt).



Arznei aus BäumenDie Erkenntnis, dass Pflanzen Heilmittel enthalten, ist uralt. Aus allen Kulturen der Welt ist sie überliefert.Spuren zeigen, dass bereits die Menschen der frühen Steinzeit ihre Wunden mit Blättern des Wegerichs zu kurieren wussten - einem der wirksamsten Heilkräuter.  Früher meinten die Menschen, in den Heilpflanzen wohnten Zauberkräfte, die die Krankheits-dämonen vertrieben. Heute sind weltweit über 10 000 Heilpflanzen bekannt. Die mehrzahl der Wirkstoffe, die in ihren Blättern, Früchten, Rinden oder Wurzeln enthalten sind, sind in ihrem chemischen Aufbau erforscht. Arzneimittelfabriken stellen viele davon künstlich her. Die Apoteken bieten sie als Zäpfchen, Pillen oder Tropfen an. Die Arzneimittelforscher - sie nennen sich Pharmakologen - haben erst fünf Prozen der Pflanzen der Erde auf ihre medizinischen Inhaltsstoffe hin geprüft. Besonders bangen sie um den Medikamentenschrank der Zukunft - die schwindenden tropischen Regenwälder. Hier vermuten sie Pflanzen, deren Säfte die sogar die schweren Krankheiten Aids und Krebs heilen könnten.



KastanienFast jeder kennt die Rosskastanie, den bis zu 20 Meter hohen Baum. Im Mai schmückt er Parks und Alleen mit seineng roßen weißen Blütenkerzen. Arzneikundler fanden heraus, dass in den braunen, glänzenden Samen - den Kastanien - eine wertvolle Medizin steckt. Die Arzneimittelindustrie stellt wässrige Auszüge der Samen her. Diese Extrakte wirken gegen Blutergüsse, Krampfadern, Hämorrhoiden, Erfrierungen und Venenentzündungen. Nach dem Sammeln müssen die Samen bald verarbeitet werden, sonst werden sie von Schimmelpilzen befallen. Mit der Echten Kastanie hat die Rosskastanie nur einen Namen gemeinsam: Die Bäume gehören verschiedenen Familien an. Die letzte Eiszeit hat die Rosskastanie aus Mitteleuropa in den Kaukasus und auf die Balkanhalbinsel verdrängt: Von dort brachten Botaniker sie zu uns zurück. Die Echte Kastanie ist am Mittelmeer beheimatet, ihre Früchte heißen Maronen.



RotbucheDie Rotbuche ist ein ertragreicher Baum. Ihre Früchte, die Bucheckern, liefern Öl, aus der Rinde gewinnt man Gerbstoffe und aus dem Holz den Buchenholzteer, eine schwarzbraune, ölige Flüssigkeit. Sie riecht brenzlig und schmeckt bitter. Buchenholzteer enthält Wirkstoffe, die Krankheitserreger abtöten. Die Ärzte verordnen ihn zur Behandlung von Hautausschlag – bei Ekzemen, Krätze und Flechten. Wir finden Bestandteile aus dem Buchenholzteer auch in verschiedenen Hustensäften.
Atemwegserkrankungen lassen sich ebenso mit dem Öl von Kiefernnadeln und Kiefernknospen oder mit Eukalyptusöl heilen. Solche aromatischen Harze, Öle und Gummiharze waren schon im Altertum als Hustenarzneien beliebt.

 


Erkrankter WaldWie alle anderen Lebewesen werden auch Bäume krank. Ein winziges Kerbtier, der Ulmensplintkäfer, überträgt auf seinen Wirtsbaum einen gefährlichen Schlauchpilz. Dieser Pilz nistet sich m jungen Holz ein und verstopft die Saftleitungsbahnen. Er brachte unzähligen Ulmen den Tod. Ähnlich wüteten Pilzkrankheiten unter den
Edel-Kastanien in Amerika und den Zypressen in Italien.
Seit beginn der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts machte ein Schreckenswort die Runde: Das Wort „Waldsterben“. Nicht einzelne Bäume, sondern ganze Wälder litten plötzlich unter einer unerklärlichen Seuche. Zuerst traf es Nadelbäume, später auch immer mehr Laubbäume. Zum Kummer der Forstleute griff die Waldkrankheit immer weiter um sich. Die Ursachen? Es sind viele miteinander verwobene. Und der Hauptschuldige war und ist der Mensch.
Mit dem wirtschaftlichen Erfolg und dem Wohlstand der Industrieländer nahm auch die Luftverschmutzung zu, die von Fabriken,  Autos, Kraftwerken und Haushalten herrührt. Die Schadstoffe vervielfachten sich in nur wenigen Jahrzehnten. Hohe Schornsteine bei Industriewerken sollten Abhilfe schaffen – doch sie verfrachteten den Schmutz nur weiter weg, meist dorthin, wo die Bergwälder grünten.



Wald im HerbstAnders als die Nadelbäume grünen die Laubbäume bei uns nur  im Frühling im Sommer. Naht aber die kalte Jahreszeit,  bereiten sie sich auf eine Ruhepause vor. Das Chlorophyll der Blätter ist nun überflüssig geworden – es wird abgebaut. Das sommerliche Grün weicht den prächtigen Farben des Herbstes: Goldgelb, Rot oder Braun. Diese leuchtenden Farben entstehen durch Blattfarbstoffe und Zuckerreste in den Blättern. Die bunte Pracht hält jedoch nicht lange an. Bald wehen die Herbstwinde das welke Laub von den Wipfeln herab.
Die bunte Herbstfärbung der Bäume tritt nur in gemäßigten Breiten der Erde auf, denn dort herrschen im Winter Frostgrade. Das Wasser der oberen Bodenschichten wird zu Eis – die Wurzeln können es nicht mehr aufnehmen. Indem Bäume ihre Blätter abwerfen, können sie wasserarme Zeiten überstehen. Ihre Verdunstung kommt dadurch fast zum Stillstand.
In den trockenwarmen Zonen, die von Halbwüsten oder Wüsten eingenommen werden, verlieren die Bäume nicht im Winter, sondern während der sommerlichen Dürrezeit ihr Laub.

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